dinsdag 27 maart 2012

Die KPD und der Nationalismus

Sehr früh setzte sich in der Kommunistische Partei Deutschland (KPD) ein Kurs durch, den man als “nationalen Kommunismus” bezeichnen kann. Zum ersten Mal wurde dieser Kurs 1923 formuliert, besonders nachdrücklich fand er jedoch gegen Ende der Weimarer Republiek Anwendung und fand seine Fortsetzung in den K-Gruppen im Nachkriegsdeutschland. Die Antifa versucht heute gerne diese nationalen Forderungen der KPD als Einzelfälle und “politische Ausrutscher” hinzustellen. Der nachfolgende Artikel jedoch beweißt, dass in der KPD der nationale Wille fest verankert war.

Karl Radeks “Schlageter-Rede”

Karl Radek baute 1918 mit anderen die KPD in Deutschland auf und werde 1920 in Moskau Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale. Er galt auch als führender Vertreter des Nationalkommunismus in der KPD. Am 20. Juni 1923 hielt Karl Radek auf einer Sitzung der erweiterten Exekutive der Kommunistischen Internationale ein Referat, das später als 'Schlageter-Rede' in die Geschichte einging. In seiner Rede versuchte Radek, dem Leben des von einem französischen Kommando wegen Sabotage und Spionage erschossenen Freiheitskämpfer Albert Leo Schlageter einen Sinn zu geben.

Schlageter war, so Radek, ein “deutscher Faschist, der zum Tode verurteilt und erschossen wurde von den Schergen des französischen Imperialismus. Die Geschicke dieses Märtyrers A.L. Schlageter des deutschen Nationalismus sollen nicht verschwiegen, nicht mit einer abwerfenden Phrase erledigt werden. Schlageter, der mutige Soldat der Kontrarevolution, verdient es, von uns Soldaten der Revolution männlich-ehrlich gewürdigt zu werden”. Und weiter: “Will Deutschland imstande sein, zu kämpfen, so muss es eine Einheitfront der Arbeitenden darstellen. Die sache des Volkes zur sache der Nation gemacht, macht die Sache der Nation zur Sache des Volkes. Wir glauben, dass die große Mehrheit der national empfindenden Massen nicht in das Lager des Kapitals, sondern in das Lager der Arbeit gehört. Wir werden alles tun, das Männer wie Schlageter, die bereit waren, für eine allgemeine Sache in den Tod zu gehen, nicht Wanderer ins Nichts, sondern Wanderer in eine bessere Zukunft der gesamten Menschheit werden”. Da in Deutschland alle Schichten der Bevölkerung von einer nationalistischen Welle erfasst seien, müsse auch die KPD dieser Stimmung Rechnung tragen, denn bislang habe die gesamte kommunistische Bewegung diesem Gesichtspunkt völlig vernachlässigt, doch die nationale Unterdrückung sei Schuld an der derzeitigen Lage, so Radek weiter.

Die historische Querfront

Der Aufruf der KPD zum Widerstand gegen die französische Besatzung und der Bekämpfung des Versailler Vertrages wies nicht wenige Forderungen auf, die auch völkische Nationalisten teilen konnten. Das Echo auf diese Kursänderung war groß. In der Folgezeit kam es zu zahlreichen Diskussionen und Veranstaltungen zwischen Vertretern der nationalen Rechten und Kommunisten. So sprach etwa der KPDReichstagabgeordnete Hermann Remmele am 2. August 1923 auf einer Versammlung der NSDAP. Und in einer Rede vor Völkischen Studenten erklärte Ruth Fische, Mitglied der Zentralkomitees der KPD: “Sie rufen auf gegen das Judenkapital, meine Herren? Wer gegen das Judenkapital aufruft, meine Herren ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er es nicht weiß. ...Tretet die Judenkapitalisten neider, hänmgt sie an die Laterne, zertrampelt sie. Aber, meine Herren, wie stehen sie zu den Großkapitalisten?”. Kein “politscher Ausrutscher”: Während der bayerischen Landtagswahl im April 1924 beschlagnahmte die Polizei in einem Büro der KPD in Nürnberg Flügblatter mit der Aufschrift “Nieder mit der Judenrepubliek”. In der “Roten Fahne”, dem Zentralorgan der KPD, wurde nun offen mit Nationalisten wie den Schriftstellern Ernst Graf Reventlow und Arthur Möller van den Bruck diskutiert. Zunehmend kam es zur Annäherung der einstigen ideologischen Todfeinde.

Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes Ein weiterer Meilenstein zur nationalen Frage in der KPD wurde die am 24. August 1930 vom Zentralkomitee verabschiedete “Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes”. Sie war der erste programmatische Text der KPD seit dem Gründungsprogramm von 1919 und ging auf Vorschlag des KPD-Parteivorsitzenden Ernst Thälmann zurück.Das Programm stelle ein “ganz von nationalen Gefühlen durchtränktes Selbstbildnis” dar, so die Selbsteinschätzung der Parteiführung. Mit dieser Programmerklärung schlug die KPD nun auch offiziell einen nationalkommunistischen Kurs ein und begab sich damit in klarer Nähe zur NSDAP. Neben die sozialistischen Programmpunkte traten nun die nationalistischen Forderungen, nicht zuletzt diejenigen einer nationalen und socialsitischen Volksrevolution der ausgebeuteten klassen, welche die Fixierung auf das Industrieproletariaat ersetzte. Mit diesem Programm versuchte die KPD-Führung, sich an die Spitze des nationalen Widerstandes gegen die Folgen des Versailler Diktats zu setzen. So heißt es in der Programmerklärung: “Wir Kommunisten sind gegen die auf grund des Versailler Gewaltfriedens durchgeführte territoriale Zerreißung und Ausplünderung Deutschlands. ...Wir werden den räuberischen Versailler “Friedensvertrag” und den Youngplan, die Deutschland knechten, zerreißen, und werden alle internationalen Schulden und Reparationszahlungen, die den Werktätigen Deutschlands durch die Kapitalisten auferlegt sind, annullieren. Wir erklären feierlich vor allen Völkern der Erde, vor alleen Regierungen und Kapitalisten des Auslandes, dass wir im Falle unserer Machtergreifung alle sich aus dem Versailler Frieden ergebenden Verplichtungen für null und nichts erklären werden, das wir keinen Pfennig Zinszahlungen für die imperialistischen Anleihen, Kredite und Kapitalanlagen in Deutschland leisten werden. ...Wir Kommunisten sind die einzige partei, die sich an den sturz des Imperialismus und die Befreiung der Völker von der Macht des Finzanzkapitals zum Ziele setzt”.

Die Forderungen in diesem Programm wurden auch mit den berechten sozial- und wirtschaftspolitischen Interessen der durch die Weltwirtschaftskrise proletarisierten
Volksmassen verbunden: “Die Regierungsparteien und die Sozialdemokratie haben Gut, Leben und Existenz des wertätigen deutschen Volkes meistbietend an die Imperialisten des Auslands verkauft. Die sozialdemokratischen Führer sind nicht nur die Henkersknechte der deutschen Bourgeoisie, sondern gleichzeitig die freiwilligen Agenten des französischen und polnischen Imperialismus. Alle Handlungen der verräterischen, korrupten Sozialdemokratie sind fortgesetzter Hoch- und Landesverrat an den Lebensinteressen der arbeitenden Masse Deutschlands. ...Wir Kommunsiten bringen den Werktätigen das Programm ihrer sozialen Befreiung vom Joche des Kapitals. Wir werden die Begeisterung der Massen zum Siege über die Bourgeoisie, zur sozialen und zugleich zur nationalen Befreiung des werktätigen deutschen Volkes entfachen. Nur der Hammer der proletarischen Diktatur kann die Ketten des Youngplans und der nationalen Unterdrücking zerschlagen. Nur die soziale Revolution der Arbeiterklasse kann die nationale Frage Deutschlands lösen. ...Mit eisernen proletarischem Besen werden wir alle Schmarotzer, Großindustriellen, Bankiers, Junker, Großkaufleute, Generale, Bürgerliche Politiker, Arbeiterverräter, Spekulanten und Schieber aller Art hinwegfegen”.

Trotz Kritik aus den eigenen Reihen hielt die KPD-Führung an ihrem neuen nationalen und sozialistischen Kurs fest. Der eigentliche Aufstieg der KPD zur Massen- und Wahlpartei begannn schließlich auch erst mit der “Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes”. Bestätigt sah sich die KPD-Führung in ihrem neuen Kurs, als im März 1931 der ehemalige Reichswehroffizier (Richard) Scheringer von der NSDAP zur KPD überlief. Viele NSDAP-Mitglieder folgten ihm. Durch die Kehrtwende der KPD in der nationalen Frage war der Wechsel von Mitgliedern in das jeweilige andere feindliche Lager keine Seltenheit mehr.

Von der SA in Berlin wurde eine Umfrage durchgeführt, der zufolge bei einzelnen SA-Stürmen sogar bis zu 55 Prozent der Mitglieder ehemalige Kommunisten waren. Bei einem Aufmarsch der Nationalsozialisten in Braunschweig trug eine Berliner Gruppe der SA sogar noch die Uniform des “Kampfbundes gegen den Faschismus” und war nur durch die Armbinden als SA zu erkennen. In viele Bezirkparlamenten und sogar auf Reichstagebene kam es zur Aktionseinheit beider antikapitalistischer Organisationen. Bei 241 namentlichen Abstimmungen im Reichstag und im preußischen Landtag stimmten zwischen 1929 und 1930 KPD und NSDAP in 410 Fällen gleich. In der fünften Wahlperiode waren sich die beiden Parteien sogar nur in acht von 102 Abstimmungen uneins. 1931 beteiligte sich die KPD gemeinsam mit Stahlhelm, Deutschnationalen und NSDAP am Volksentscheid zur Auflösung des sozialdemokratischen Landtages in Preußen.

Die KPD im Nachkriegsdeutschland

1933 wurde die KPD von der Hitlerregierung verboten. Während des Zweiten Weltkrieges baute die exil-KPD 1943 das “Nationalkomitee freies Deutschland” (NKFD) auf, das als Erkennungszeichen das Reichsbanner Schwarz-Weis-Rot hatte. Im Gründungsmanifest wurde gefordert: “Deutschland darf nicht sterben”. nötig sei eine “wahrhaft deutsche Regierung”, die sich entscheidend auf die “Volks- und vaterlandtreuen Kräfte in der Armee” stützen müsse.

Auch im Nachkriegsdeutschland war die nationale Frage in der Kommunistischen Partei klar vertreten. In ihrem Wahlaufruf vom 11. Huni 1945 proklamierte die KPD im zeichen der Wiedervereinigungsbestrebungen den “nationalen Protest”, die “nationale Selbsthilfe” und den “nationale Befreidungskampf”. Sie forderte die”Schaffung einer nationalen Front, die alle ehrlichen deutschen umfasst, die ihr Volk und ihr Vaterland lieben” und nannte sich selbst die “einzig wahrhaft nationale Partei”. Im Programm der KPD zur nationalen Wiedervereinigung Deutschlands von 1949 heißt er außerdem: “Nach dem Krieg geriet Westdeutschland in die Sklaverei der amerikanischen, englischen unf französischen Imperialisten. Die westdeutsche Wirtschaft ist als folge der Imperialisten “Hilfe” von Grund auf “überfremdet und desorganisiert. Zugleich führt der amerikanische Imperialismus einen systematischen Kampf gegen die deutsche Nationalkultur. Er möchte den Deutschen vergessen machen, dass sie Deutsche sind und dass sie eine große Vergangenheit als selbstständige und begabte Nation besitzen”.

In einem weiteren KPD-Dokument heißt es unter anderem: “Wir wollen, dass unser großes Kulturerbe dem deutschen Volk erhalten bleibt und verlangen Schutz unseres
Kulturerbes gegen amerikanische Zerstörung. ...Kein Quadratmeter deutscher Heimaterde darf preisgegeben werden! Schütz den deutschen Bauern, seinen Hof und seine Scholl. Schützt unsere frauen und Mädchen vor dem Willkür der fremden Soldateska”.

Die KPD lehnte außerdem die Oder-Neiße-Grenze eben so ab, wie das BRDGrundgesetz (KPD-Vorsitzender Max Reimann: “Ich unterschreibe nicht die Spaltungsurkunde Deutschlands”.). 1956 wurde die KPD von der BRD-Justiz verboten, aber auch in den Nachfolgeorganisationen der KPD, den K-Gruppen, war die nationale Frage durchaus vertreten. So forderte die KPD/ML in eine Erklärung mit dem Titel “Deutschland dem deutschen Volk”: “Das Nationalbewusstsein des deutschen Volk entwickeln! Kühn entschlossen den Kampf aufnehmen für die Einheit der Nation! Vertreibt die Besatzungsmächte und ihre Lakeien von Deutschem Boden! Vereinigen wir uns im revolutionären kampf mit allem deutschen Patrioten!”. Und auch der “Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD” (AB) stellte in seiner programmerklärung “Damit Deutschland den Deutschen gehört” ähnliche Forderungen auf.

Schlußfolgerung

Der allgemeine Glaube des Nationalen Widerstandes, die KPD sei eine anti-deutsche, ja volksfeindliche Partei gewesen, lässt sich nach diesem Artikel nicht mehr aufrechthalten. Der Grossteil der Forderungen der KPD sind heute problemlos auch mit unseren Ansichten und Forderungen vereinbar. Es empfiehlt sich also, auch in der Zukunft, gegenüber der revolutionäre Linke nicht so sehr negative Emotionen walten zu lässen, sondern sie nüchtern zu beobachten und zu analysieren, und somit auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Source: Nationale Socialistische Actie / Autonome Nationale Socialisten





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